Winterdienst Schulung des Personals

Sicherer Umgang mit allen Themen rund um den Winterdienst

Um den Winterdienst zuverlässig und sicher zu bewerkstelligen, sind Schulungen der Mitarbeiter unerlässlich. Folgende Themen sollten regelmäßig vor jedem Winter aufgefrischt und geschult werden:

  • Wettervorhersagen, Wetterbeobachtungen, Zusammenhänge zwischen Wettergeschehen und die Bedeutung für den Winterdienst
  • Grundlagen des Winterdienstes und der Streustoffanwendung
  • Maßnahmen zum sparsamen Einsatz von Streustoffen
  • Verhalten bei Schneefall im Winterdienst Einsatz
  • Fahrzeuge und Geräte, Bedienung der Geräte einschließlich praktischer
    Übungen
  • Erfahrungen des letzten Winters (Statistik, Besonderheiten, Resümee)
  • Neuerungen für den bevorstehenden Winter und Winterdienstes
    (neue Geräte, Pläne, Regelungen etc.)
  • Hinweise auf besonders kritische Streckenabschnitte (OPA- Beläge, Brücken, Waldschneisen, Schneeverwehungen…)
  • Personal eventuell zum Fahrtraining entsenden
  • Schulung für Winterdiensteinsatzleitende (Winterdienstkoordinatoren)

Die Grenzen des Winterdienstes

Neben der Information über die Art und Durchführung des Winterdienstes sind auch seine Grenzen zu benennen. Weiterhin muss auf angepasstes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer im Winter sensibilisiert und auf die Ausrüstung von Fahrzeugen auf Winterbereifung hingewiesen werden.
Geeignete Mittel die Öffentlichkeitsarbeit zu forcieren sind folgende:

  • Pressemitteilungen
  • Interviews in Funk und Fernsehen
  • Internetpräsentationen
  • Winterdienst-Faltblätter, Videos, Plakate
  • Hinweise über Parkverbote in Ortsdurchfahrten rechtzeitig bei der
    Verkehrsbehörde beantragen

Streckennetz und Ausstattung im Winterdienst

Da der Winterdienst von sehr vielen Faktoren abhängig ist, liegt hier die Betrachtung auf das Streckennetz und seiner Ausstattung. Hierbei ist auf besonders kritische Stellen mittels Verkehrszeichen hinzuweisen, z.B. VZ 101+ ZZ Schnee und Eisglätte. Ein weiteres Sicherheitselement sind Schneezeichen und Schneeschutzzäune. Bei der Aufstellung der Schneeschutzzäune sind gegebenenfalls Verträge mit Grundstückseigentümern abzuschließen bzw. zu verlängern.

Winterdiensteinsatzleiter / WD-Koordinator

Die besondere Bedeutung des Winterdienstleiters

Der Winterdiensteinsatzleiter / Koordinator genießt im Winterdienst eine herausragende Bedeutung. Er muss eine Vielzahl an Eigenschaften vereinen. Neben einem umfangreichen Winterdienst – Wissen müssen auch Fahrzeugkenntnisse vorliegen. Diese Kenntnisse müssen in ein Gesamtbild integriert werden, um somit die richtigen Schlussfolgerungen für den Einsatz zu ziehen. Auf diese Problematik bzw. Herausforderung gehen wir im Seminar explizit ein.

Evaluierung Ihres Winterdienst Engagements

Sollte sich im Anschluss zeigen, dass der Winterdienst-Einsatz nicht notwendig war, sollte man nicht verzweifeln. Hinterher ist man immer schlauer.
„Fehlstreuungen“ lassen sich nicht vermeiden und dienen der Erfahrungserweiterung im Winterdienst. Dennoch sollte die Anzahl der Fehlstreuungen so gering wie möglich gehalten werden.

Die Fragen zu Kosten, Salzverträgen und sonstige Anliegen haben während des Winterdienst-Einsatzes keine Priorität

Kommt der Winterdiensteinsatzleiter nach Berücksichtigung aller Aspekte dazu, dass ein Einsatz erforderlich wird, so sind folgende Punkte zu beachten:

  • Auslösung des Einsatzes mit Alarmierung des Personals und eventuell der Fremdunternehmer
  • Festlegung des Einsatzfalles (Einsatzplan und Umfang des Winterdienst-Einsatzes, Bestimmung der Routen etc.)
  • Vorgabe des anzuwendenden Verfahrens (FS30, FS100)
  • Vorgaben der anzuwendenden Streudichte im Winterdienst-Einsatz
  • Überwachung des Winterdienst-Einsatzes
  • Sicherstellung mittels Kontrollen vor Ort
  • Ansprechpartner für Polizei und Dritte
  • Eingreifen bei besonderen Ereignissen (z.B. Ausfall von Fahrzeugen)
  • Dokumentation des Winterdienst-Einsatzes
Sollte das FS30-Verfahren vom Einsatzleitenden des Winterdienstes angeordnet werden, so ist darauf zu achten, dass der Einsatzmöglichst zeitnah erfolgt, um die Streustoffverdrängung so gering wie möglich zu halten. Bei Verwendung des FS100-Verfahrens können größere Vorlaufzeiten gewählt werden, da von einer wesentlich höheren Verweildauer des Streustoffs ausgegangen werden kann. Darüber hinaus tendiert die Verdrängung gegen „Null“.

Für beide Verfahren gilt aber: Anfahrt und Rüstzeiten Ihres Winterdiensteinsatzes nicht vergessen!

Möchten Sie mehr erfahren? Melden Sie sich bei unserem Winterdienstseminar 2020 an!

Termine Seminar „Winterdienst für Einsatzleitende“

StatusDatumVeranstaltungsortNr.TeilnehmerGebühr* 
27.10.2020KölnVS02max. 25299,00 EUR
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Dieses Seminar kann auch in Ihrem eigenen Unternehmen bzw. an einem Veranstaltungsort und Wunschtermin Ihrer Wahl durchgeführt werden.

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